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Red Centre Trip

Durch Zufall fand ich eine Mitfahrgelegenheit nach Alice Springs. So ging es dann los mit einem Koreaner und 3 deutschen Mädels in ihren Land Cruiser. Auf dem Weg lagen unterhalb von Darwin noch ein paar nette Badestellen und der Daly Waters Pub, in dem auch wir uns verewigten. Ich glaube, unser Foto ist noch richtig gut zu finden, wobei man bei dem ganzen anderen Krempel schon ein wenig den Überblick verlieren kann. Es gibt fast nichts, was dort nicht gesammelt wird: alte IDS, Fotos, Unterhosen, Flipflops, Fußballtrikots, ausländische Geldnoten und Münzen usw. usw. Die Devil Marbles auf halbem Weg zwischen Darwin und Alice Springs, sind eine Ansammlung von riesigen, beeindruckenden roten Granitkugeln, bei denen man ein paar richtig gut Schnapschüsse machen konnte. Nach kurzem Stop in Alice Springs ging es dann wieder auf unbefestigter Straße weiter. Morgens noch mal eben in nem Fluß baden und abends schon am Kings Canyon 3 Stunden einmal rundum. Beinahe hätten wir das nicht mehr geschafft und waren dann auch glücklich gerade mit dem aller aller letzten Licht wieder unten am Parkplatz. Da habe ich auch die tolle Erfahrung gemacht und bin mit Sara auf dem Dach des Land Cruisers eine Runde gedreht. Man, war das toll! :D Und die beiden Franzosen, die da neben uns als Letzte noch waren, haben auch nicht schlecht geguckt, als wir an ihnen vorbeigefahren sind. Abends ging es dann noch ein paar hundert Kilometer weiter, damit wir am nächsten Morgen gleich am Ayers Rock waren. Man, war das ein Marathon! Viertel 9 am nächsten Tag ging es hoch hinauf! Uluru (Ayers Rock) Besteigung und die hatte es in sich! Richtig steil geht es da hinauf, nur eine Eisenkette zur Auf- und Abstiegshilfe. Der zweite Teil des Weges verlief dann auf dem Berg entlang bis zum Mittelpunkt, wo man einen tollen Ausblick hatte. In der Ferne konnte man die Olgas sehen und ansonsten nur endlose Weite. Hochtrauen sollte sich allerdings nur, wer leicht skrupellos mit Aborigeni-Religion, wer Schwindel und Höhenangst frei und in guter körperlicher Verfassung ist. Es ist echt anstrengend. Ich hatte Blasen an den Füßen, weshalb ich fast eine ganze Woche keine festen Schuhe mehr anziehen konnte. Ich hatte zur Besteigung aber auch Wanderschuhe an... Nun gings weiter zu den Olgas! Ich wollte unbedingt die Valley of the Winds Tour machen...das hätte beinahe zeitlich mal wieder nicht gepasst und hat mich echt gestresst. Mit Flip Flops und Kopfweh dann einmal rundum und wir lagen super in der Zeit, so dass wir zum Sonnenuntergang natürlich am Aussichtspunkt waren und tolle Fotos vom Ayers Rock machen konnten. Dann haben wir noch bei Bekannten unseres Koreaners Song übernachtet und da ein super leckeres Abendbrot bekommen. Für mich ging es dann zurück nach Alice, wo ich noch ein paar Tage verbrachte um das Wichtigste zu erledigen. Einkaufen, Wäsche waschen und ein wenig entspannen. Dort war ich noch mit ein paar netten Leuten in einem Reptilienhaus und habe mir einen Hut gekauft! Nach drei Tagen ging dann auch mein Flieger nach Cairns, wo ich noch ein paar Wochen verbrachte, Simon zum 3. Mal wieder traf, ebenso wie Manuel und Yannik, die ich noch aus Darwin kannte, nachdem meine Mädels weg waren. Leider habe ich nun festgestellt, dass ich doch noch mal arbeiten muss. Wie hasse ich diesen Schritt, aber es ist so einfach. Als ich mich erstmal überwunden hatte, hat es auch gleich mit der 1. Telefonnummer vom Arbeitshostel geklappt. Und nun bin ich schon seit 2 Wochen in Innisfail am Traktor durch die Bananenplantage fahren. War wohl nix von wegen packen und sortieren Kein Scherz. Ich bin da auch echt eine Seltenheit. Normalerweise gibt es keine Frauen beim Bananen „pflücken“. Die Zeit hier verging so schnell. Das Working Hostel ist genau so, wie man es sich vorstellt: total überteuert für den „Komfort“ , den es bietet oder eher nicht bietet. Gemischte Toiletten und Duschen, gemischte Räume, durchgelegene Matratzen, zu wenig Töpfe, Dreck von der Farm, der sich nicht vermeiden lässt. Ein gutes Beispiel, dass mein Leben hier in Australien hier nicht immer so mega toll ist, wie es sich vielleicht anhört. Allerdings machen hier einfach die Leute das flair aus! Ich fühle mich Teil einer riesigen Gemeinschaft, die am Morgen sich dreiviertel 6 alle in der Küche zum frühstücken treffen, abends und am Wochenende gemeinsam abhängen und auch füreinander da sind. Meine Arbeitskollegen, echte Australier sind auch echt cool drauf, mein Chef super nett - ich kann mich nicht beklagen. Ich glaube, mir wird der Abschied schwer fallen, weil man hier so Teil eines großen Ganzen ist und die Zeit so tierisch schnell vergeht. Nun sind schon zwei Wochen um und ich bin mit ein paar Anderen in deren Auto nach Cairns gefahren. Einen lassen wir hier, und ich bin gespannt, wie das Hostel wird, wenn er nicht mehr da ist. Wenn man so viel mit den Leuten hier teilt und so viel Zeit mit ihnen verbringt, ist es wohl merkwürdig, wenn das Leben und man selbst wieder getrennte Wege geht. Hier spürt man das noch viel krasser, als wenn man mit jemanden reist, weil man hier einfach noch viel mehr teilt. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinen letzten Monaten in Australien noch solche krassen einschneidenden Erfahrungen machen würde. Soweit erst mal von mir, ich werde jetzt noch ein paar Mails beantworten und ein paar Besorgungen machen, bevor ich die Anderen treffe und es wieder Abschied nehmen heißt und zurück „auf die Farm“ geht. Ich habe euch lieb! Ich freue mich schon auf zuhause, auch wenn es mich auch etwas mit Wehmut erfüllt, dass meine Schohnzeit bald vorbei ist und sich auch mein Leben wieder ernster weiter dreht. Bis Bald Eure Anne

16.5.10 06:12

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