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Ein besonders langer Reisebericht

Hallo! Sorry für den langen Leerlauf. Mein letzter Eintrag berichtete noch von den Ereignissen vor meiner Reise mit meinen Eltern. Da ich jetzt schon so arg lang zurück hänge, schreibe ich nur ein paar Eckdaten meines „Urlaubs“ auf. Am meisten erinnere ich mich an die Erleichterung meiner letzten Arbeitswoche und an die freien zwei Tage, bevor meinen Eltern kamen. War schon echt toll, meine Eltern nach solanger Zeit wiederzusehen  Die ersten Tage haben wir dann in Sydney verbracht und ich durfte ein wenig den Stadtführer spielen. Mein Viertel Summer Hill, genauso wie die Oper, Harbour Bridge, Aquarium, Deutsche Bank Building und Sydney Tower. Den letzten Tag ging es dann in die Blue Mountains einen ganzen Tag wandern  Trotzdem glaube ich, dass die ersten Tage, vor allem in Sydney und dann mit dem Campervan, die anstrengendsten Tage des ganzen Urlaubs waren. Sydney ist schon eine sehr stressige Stadt und das Auto fahren auf der linken Seite zwar nichts Unmögliches, aber es erforferte doch jede Menge Konzentration von uns allen. Nachdem wir den Campervan abgeholt hatten, ging es dann Richtung Süden an der Küste entlang. Wo besonders der 7-Miles- Beach hervorzuheben ist. Dann ging es weiter landeinwärts um der Landeshauptstadt und unseren Namensvetter Mr. Hon Lindsay Tanner einen Besuch im Parlament abzustatten. Den wir leider dann doch nicht angetroffen haben. Ich fand das Parlamentsgebäude und Canberra als geplante Stadt architektonisch ganz interessant, auch wenn ich die Stadt ansonsten mit Kamenz vergleichen würde, was die Lebhaftigkeit angeht. Von unserer ADAC Karten Route abweichend fuhren wir dann erst weiter Richtung Süden um dann ein Gebirge zu kreuzen um wieder auf die richtige Route am Meer entlang zu nehmen. Dadurch konnten wir miterleben, wie Wolken in diese Gebirge hängen blieben um sich dann über dem Gebirge abzuregnen. Es sah einfach genauso aus, wie ich mir Regenwald vorgestellt habe. Feiner Sprühregen, richtig hohe Luftfeuchtigkeit, was ausreichte, mich, die wenigen Minuten, welche ich Fotos machte, ordentlich aufzuweichen. Den Umweg habe ich bei diesem Naturspektakel nicht bereut, auch wenn uns dann ein Oversize Tranport vor der Nase ganz schön geärgtert hat. Den nächten Tag haben wir in Lake Entrance verbracht und dort eine unglaubliche Fish-and-Chips-Erfahrung gemacht. Auch im Wilson Promontory National Park waren wir und haben dort endlich die heiß ersehnte erste Begegnung mit Känguruhs und einem Emu gemacht. Ansonsten war es einfach zu heiß um mehr zu tun, als baden zu gehen. Die nächten Tage bei Mebourne fielen ganz schön ins Wasser, weil uns das wechselhafte Wetter, welches für diese Region bekannt ist, übel mitspielte. Man sagt, in Melbourne kann man 3 Jahreszeiten an einem Tag erleben. Nunja, wir hatten es stark bewölkt und verregnet. Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als den Museen und Kunstgalerien zu widmen und uns mit dem kostenlosen Touristshuttlebus herumfahren zu lassen. Mächtigen Eindruck hinterließ die State Library of Victoria in Melbourne. Einfach der Traum jeder Leseratte. Weiter gings nach Ballerat, eine der Goldgräberstätte Australiens. Ganz hübsche viktorianische Häuser und ein sehenswertes Goldgräbermuseum waren da zu finden. Und darauf startete auch schon unsere Great Ocean Road Tour mit einem tollen Rainforest Walk und sehr sehr vielen Lookouts am Meer. Auch der Baumwipfelpfad war sehr toll. Auf einer Höhe mit riesigen Eukalyptusriesen ist ein unglaubliches Erlebnis. Auch bei den 12 Aposteln waren wir, eine Frelsformation im Meer. Von den 12 Aposteln stehen übrigens nur noch 8 . Auch zum tasting in der Kasefabrik waren wir, nachdem wir unseren Hunger im Landwirtschaftsmuseum nebenan gesteigert hatten. Auch die Grampians haben wir bestiegen und begegneten noch mehr Känguruhs. Highlight war für mich das Campervan fahren Linke Straßenseite und auf der anderen Seite zu kuppeln ist gar nicht so schwer wie ich dachte! :D Danach ging es wieder landeinwärts weiter und die Fliegenplage bei über 40° brachte uns fast um den Verstand, während uns in der Nacht die Mücken zerstachen und somit dann auch noch um den Schlaf brachten. Immernoch um die 45° war es, als wir die Grenze nach Südaustralien überquerten (Fruchtpfliegenpfalle! Alles nur kein Obst an Bord!) und in Renmarck einkehrten. Am 23.12. gabs dann im Barossavalley unser Weihnachtsessen. In Tanunda in der 1. Pizzeria und Steakhouse am Platz (mit deutscher Spezialitätenkarte) habe ich mich mit einem Pin auf der Deutschlandkarte verewigt, also wenn ihr im Barossa Valley seid, dann schaut da doch mal vorbei! Zu Weihnachten haben wir dann eine persönliche Führung vom Chef einer kleineren Winery bekommen, die richtig richtig toll war. Ich hoffe, Mutti und Vati haben die Flasche von da noch nicht geöffnet sondern heben die schön für mein Wiederkommen auf Das warf auch der erste Tag, an dem wir es schwer hatten, einen Campingplatz zu finden. Aber bereut haben wir es nicht, dass wir uns nicht eher gekümmert haben, denn sonst hätten wir nie den kleinen Koala fotografieren können, der mitten auf der Straße saß. Dann blieb nur noch Adelaide zu erkunden und die nächsten Tage auf Kängur uh Island zu verbringen. Ein krönender Abschluss eines anstrengenden un ziehmlich tollen Urlaubs, mit den ganzen Koalas, Kanguruhs, Seelöwen, Pelikanen und Nationalparks. Dann musste man mich nur noch im Hostel absetzen und für meine Eltern gings dann schon wieder nach Sydney und dann nach Hause. Ich bin dann in Adelaide geblieben um da Silvester zu feiern. Dort habe ich jede Menge toller Menschen kennengelernt, auch wenn Adelaide an sich relativ langweilig war. Zumindest zu dem Zeitpunkt wo ich da verweilte. Dann ging es weiter mit dem Indian Pacific nach Perth. Eine unglaubliche Reise durch das australische Outback, ein rotes Nichts  Beim Zwischenstop in Kalgoorlie bekamen wir eine Sonderführung und konnten den Superpit bei Nacht bewundern – ein Pit ist eine Goldgrube um es mit sehr einfachen Worten zu sagen. Unterwegs war ich ungefähr 1 ½ Tage. Naja Adelaide und Perth, das ist ja auch einmal quer durch halb Australien. In Perth habe ich dann Simon im Hostel wiedergetroffen und war die erste Woche erst mal mit organisatorischen Kram wie Sonnencreme und neuen Rucksack kaufen, ebenso wie Sightseeing beschäftigt. Dann habe ich zwei Tage auf Rottnest Island mit Schnorcheln und Fahrrad fahren verbraan tat mein Hintern weh, nachdem ich 5 Monate nicht mehr auf nem Fahrrad saß ... Kurz darauf habe ich dann meine neuen Reisebegleiterinnen kennengelernt: Annette und Ramona aus Osnabrück und Münster. Ramona hatte sich auch dann ein Auto gekauft und während alles mit Ummeldung und TÜV schief lief, kamen wir dann bei Bekannten von Annettes Bekannten eine Woche unter. Währrend Ramona dort das Haus gestrichen hat, haben Netti und ich uns etwas mit Gartenarbeit die Langeweile vertrieben – und nicht gescheut, uns auch mal dreckig zu machen! Zum BBQ haben wir uns dann mit Renate bei Nettis Bekannten getroffen und SURPRISE: eine der deutschen Mädels, die bei denen untergekommen waren, war eine Freundin von mir aus Sydney! Ich hatte durch gutes Kombinieren schon auf sie getippt. Die Freude war dennoch sehr groß, Tina wiederzusehen  Alle zusammen haben wir dann am Australia Day das Feuerwerk genoßen. Den nächsten Tag ging dann endlich unsere Reise in den Süden Western Australias los! Erst in den Osten nach Southern Cross, Kalgoorlie, dann in den Süden nach Esperance, wieder hoch in den Nordwesten zum Waverock , wieder zur Küste nach Albany um dann nach Walepool im Westen wieder die Küste Richtung Perth hinaufzureisen. Viele schöne Strände, aber auch Outback und National Parks haben wir gesehen und wurden immer mal wieder von Autopannen aufgehalten. Auch die persönlichen Spannungen zwischen mir und Ramona bauten sich immer mehr auf, was an die Nerven ging, als sich die Jobsuche auch noch als schwierig herausstellte, da die Grapes noch nicht gepickt werden wollten. Um noch ein wenig Zeit zu überbrücken, versuchten wir es mit einer Woche wwoofen. Auch da stellte es sich als schwieriger heraus, als gedacht, da wir nicht als Einzige die Idee hatten hatten. Eine Woche bei Nadir und Matt brachten uns das etwas andere wwoofing Abenteuer. Dann hatten wir doch Glück und wurden von Tim angerufen, der uns zum picken seiner Beeren brauchte. Und da war ich nun drei Wochen: auf einer Farm ohne Internetanschluss und Handyempfang mit 2 wunderschönen Hunden, Tim, einem ausgewanderten Engländer so um die 60. Wir waren 6 deutsche Mädels und ein belgisches Päarchen. Nachdem ich mich mit Ramona komplett überworfen hatte, war es eine angenehme Abwechslung, die 2 Dresdner Mädels Theresia und Marie und Jule aus Halle zu treffen, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstand. Highlight unseres Aufenthaltes war, als nach mehreren Tagen mit Temperaturen von um die 45° mehrere Feuer in unmittelbarer Entfernung von nur 15 km ausbrachen. Doch nachdem wir uns mit dem Packen unserer Sachen vorbereiteten, bekamen die Ortsansässigen und die Feuerwehr das Feuer selbst in den Griff und das Leben ging seinen Gang und bald hieß es dann auch schon wieder Goodbye Seit Samstag bin ich nun schon wieder in Perth, habe zwar keinen Lift gefunden, aber zwei super nette Mädels, mit denen ich einen Van gemietet habe und schon Mittwoch aufbrechen werde um die berüchtigte Westküste Australiens zu erklimmen und den Krokodilen am Ende der Regenzeit oben im Northern Territory einen Besuch abzustatten. Das wird ein Abenteuer  und ich freue mich schon sehr darauf! Das heißt aber auch, dass ich wieder eine ganze Weile nicht melden kann! Ich hoffe, ihr habt ganz tapfer durchgehalten, denn das ist das Ende meines Blogeintrages. Ich melde mich dann wohl frühestens mit neuen Einträgen von Darwin aus! Viele liebe Grüße Eure Anne

8.3.10 15:12

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mum (15.3.10 15:02)
Hi, Schatz, habs erst heut gelesen. Ist ja richtig toll geworden.

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